habe mich mal wieder kurz selbst verloren
mich aus dem blick verloren
ich war so weit weg von mir
habe mich selbst vergessen
vor lauter
denken
gedanken
zerdenken
entstand ein denküberhang
die gedanken größer als die grenzen meines kopfes
war ich im chaos auf einmal neben mir
war außer mir
wollte doch eigentlich mir raum schaffen
mich endlich ganz weit strecken
wollte fort-schritte wagen
raus aus dem zu kleinen
vor lauter
außer mir
neben mir
ohne mich
entstand ein ungle-ich-gewicht
der raum um mich größer als mein mut zu wachsen
habe ich mir nicht genug zeit gegeben
mich beinah aufgelöst
wollte doch eigentlich bei mir bleiben
und bin im dazwischen gelandet
wollte doch nur noch innerhalb meines kopfes denken
und dort über mich hinauswachsen
vor lauter
zwischen den zeilen
hinter den mauern
unter verschlüssen
entstand ein dazwischen
nicht bei mir und nicht außer mir
habe ich vergessen zu fühlen
war nebensächlich neben dem eigentl-ich
statt ruhe in mir
finde ich dann zweifel im außen
weil im denküberhang alles passiert
gleichzeitig
statt mitwachsendem raum für mich
finde ich dann ängste drumherum
weil im ungle-ich-gewicht alles passiert
gleichzeitig
statt mir
finde ich dann alle anderen überall
weil im dazwischen alles passiert
gleichzeitig
ich bin heimatlos
bis ich frieden in mir selbst finde
und ich baue an meiner heimat jeden tag
füge langsam jeden einzelnen liebevollen gedanken hinzu
mache es mir seelenheilsam
ich bin heimatlos
bis ich frieden in mir selbst finde
und ich lerne mich kennen auf einmal mit so viel raum
darf loslassen was nicht zu mir gehört
darf jetzt gerne bei mir bleiben
ich bin heimatlos
bis ich frieden in mir selbst finde
und nach gedankenstürmen baue ich wieder auf
baue weiter mit den stärksten seelensteinen
darf tiefatmend wirklich leben
ich bin heimatlos
bis ich frieden in mir selbst finde
und ich finde ein bisschen seelenfrieden jeden tag
habe so viel heilungspotenzial
darf mich bei mir zuhause fühlen
15.05.2024
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